Foto- und Videoproduktionen in Zeiten von Corona

Behind the scenes

Foto- und Videoproduktionen in Zeiten von Corona

Behind the scenes

Für unseren Kunden Britax Römer waren im Januar und Februar einige Fotoshootings und Videodrehs angesetzt. Damit diese in Zeiten von Abstands- und Hygieneregeln für alle Beteiligten sicher umgesetzt werden konnten, musste die gesamte Produktion entsprechend angepasst werden. Wie wir das gerockt haben und was wir dabei gelernt haben, lesen Sie in diesem Blog-Artikel.

Sicherheit geht vor
Damit ein Drehtermin behördlich genehmigt werden kann, muss im Vorfeld ein detailliertes Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Am Set herrschen die gängigen AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten und eine FFP2-Maskenpflicht für alle Erwachsenen. Masken und Desinfektionsmittel wird für alle am Set bereitgestellt.
Wenn Kindermodels am Set sind, werden die Auflagen zur Sicherheit und auch aus Jugendschutzgründen zusätzlich verschärft. Das Produktionsteam und alle Beteiligten werden auf die Regelungen sensibilisiert und nehmen entsprechend Rücksicht aufeinander. Damit sich alle am Set an die Regeln halten, gibt es einen designierten Corona-Beauftragen, der das im Blick behält.

Weniger ist mehr
Typischerweise besteht das Team einer Produktion aus vielen verschiedenen Rollen und funktioniert nach dem Prinzip „viele Hände, schnelles Ende". Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wird das Team aber so klein wie möglich gehalten. Daher muss für einige Aufgaben wie den Auf- und Abbau zusätzliche Zeit eingeplant werden.

Die Situation stellt allerdings nicht nur das Kamerateam, sondern auch das Styling und Make-Up vor neue Herausforderungen. Die Ladengeschäfte vor Ort sind geschlossen, deshalb müssen Kleidung und Requisiten online in mehreren Größen bestellt werden, damit es auch sicher passt. Die Outfits müssen sauber voneinander getrennt und aufbewahrt werden. Auch beim Schminken und Stylen herrschen strenge Hygieneauflagen.

Gleichzeitig muss es auch für das Catering entsprechende Maßnahmen geben. Wenn im Essensbereich nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, werden Gruppen gebildet und Essenszeiten versetzt geplant. Auch bei der Ausgabe der Mahlzeiten ist Vorsicht geboten.

Insgesamt ziehen die vielen Kleinigkeiten in ihrer Summe die Drehtage etwas in die Länge. Dadurch wird eine durchdachte Zeitplanung essentiell.


Neue Normalität – neue Chancen!
Eine weitere Herausforderung bietet die Auswahl der Drehorte. Viele Ansprechpartner sind durch Lockdowns und Kurzarbeit schwerer erreichbar. Öffentliche Einrichtungen und Kulturstätten sind geschlossen und dürfen auch für Fotoshootings nicht öffnen. Die nächste Herausforderung: Wie drehen wir im verschneiten Winter sommerliche Szenen, wenn wir dafür nicht einfach ins Ausland fliegen können? Hier sind kreative Lösungen gefragt!

Für die sonnigen Motive beispielsweise haben wir uns in der größten Therme der Welt in Erding eingemietet. Die bietet mit ihren Palmen und Pflanzen eine ideale Umgebung für sommerliche Aufnahmen, ganz ohne Schnee im Hintergrund. Außerdem ermöglicht das warme Klima, dass die Models problemlos sommerliche Kleidung tragen können.

Für sportliche Fußballszenen haben wir die normalerweise komplett ausgebuchte SportScheck Allwetteranlage bei München bezogen. Die Sporthalle mit gepflegtem Kunstrasen hatten wir so ganz unkompliziert für uns alleine – außerhalb der Pandemie eigentlich undenkbar.

Wir halten fest
Bei all den widrigen Umständen, die uns die Pandemie beschert, werden Optimismus, Kreativität und Flexibilität immer wichtiger – und sorgen dafür, dass man auch größeren Herausforderungen mutig begegnen kann. Wer Chancen erkennt und das Ziel im Blick behält, wird nicht nur diese Zeit gut überstehen, sondern auch für die Zukunft das ein oder andere mitnehmen können.


Neugierig geworden? Hier geht's zu den Projekten, über die wir erzählt haben.


Ihre Claudia Konieczny

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